Der Hitzeindex oder die gefühlte Temperatur gibt an, wie heiß es sich für einen durchschnittlichen Menschen anfühlt, wenn Lufttemperatur und relative Luftfeuchtigkeit gleichzeitig auf ihn einwirken.
Dies ist entscheidend für das Verständnis des Komfortniveaus des menschlichen Körpers. Wenn der Körper überhitzt ist, schwitzt er, um sich abzukühlen. Wenn der Schweiß jedoch nicht verdunsten kann, hat der Körper Schwierigkeiten, seine Temperatur zu regulieren. Verdunstung ist ein kühlender Prozess, und wenn Schweiß verdunstet, trägt er zur Senkung der Körpertemperatur bei. Eine hohe relative Luftfeuchtigkeit verlangsamt diese Verdunstung, wodurch sich der Körper wärmer anfühlt. Umgekehrt beschleunigt eine niedrige Luftfeuchtigkeit die Verdunstung, so dass sich der Körper kühler anfühlt. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Lufttemperatur, der relativen Luftfeuchtigkeit und dem Hitzeindex: Wenn Lufttemperatur und relative Luftfeuchtigkeit steigen, steigt auch der Hitzeindex und umgekehrt. Ein Hitzeindex von über 39 °C oder höher kann bei längerer Exposition und/oder körperlicher Aktivität in der Hitze zu gefährlichen Hitzeerkrankungen wie Hitzekrämpfen oder Hitzschlag führen. Die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit werden aus dem IFS-Wettervorhersagemodell des ECMWF abgeleitet.
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